MORPHEUS

Einsatzpotential selbstfahrender Fahrsimulatoren

Ein Fahrsimulator (FS) stellt einem Probanden innerhalb eines beschränkten Raums verschiedene Verkehrssituationen dar, die sich in Wirklichkeit über einen größeren Raum erstrecken. Mit größerem FS-Bewegungsraum wird eine höhere Immersion erreicht, mit herkömmlichen Systemen allerdings auch die Masse und Anschaffungs- sowie Betriebskosten erhöht. Die Verbreitung dieser Systeme mit großem Bewegungsraum ist daher gering und verhindert somit die ausgiebige Nutzung für die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen speziell im urbanen Umfeld. Mit einem neuen Konzept besteht die Aussicht, eine hohe Darstellungsqualität und umfangreiche Darstellbarkeit von Verkehrsszenarien bei erheblich reduzierten Kosten zu ermöglichen. Die Machbarkeit erscheint nach bei FZD durchgeführten Vorarbeiten gegeben. Eine simulative sowie prototypische Entwicklungsumgebung (Abbildung unten) für omnidirektionale Bewegungskonzepte wurde geschaffen, am 4. Februar 2015 erstmals in Betrieb genommen und am 24. Juli 2015 auf den Namen MORPHEUS (Mobile OmnidiRectional Platform for Highly dynamic and tirEboUnd driving Simulation) getauft.

Diese Ausgangslage ermöglicht weitere Grundlagenforschung. Die Projektziele dienen der Erforschung des selbstfahrenden FS, um neue Anwendungsmöglichkeiten der Fahrsimulation zu schaffen und durch den kostengünstigen Ansatz eine weite Verbreitung zu ermöglichen. Die aktuelle Forschungsausrichtung konzentriert sich auf die Vertikaldynamik des FS und die Sicherheitsarchitektur zum Betrieb des FS.

Die Forschung an diesem Thema wird seit 2010 durch die Studienstiftung des deutschen Volkes und seit 2015 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

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