Vertikaldynamik selbstfahrender Fahrsimulatoren

Vertikaldynamik selbstfahrender Fahrsimulatoren

Hochdynamische Fahrsimulatoren nach dem Stand der Technik erzeugen translatorische Beschleunigungen durch Schienensysteme. Dies hat zur Folge, dass eine Koppelung zwischen Bewegungsraum und bewegter Masse entsteht, wodurch die wirtschaftlich umsetzbare Bewegungsraumgröße und der damit verbundene Realitätsgrad der Bewegungssimulation begrenzt sind. Selbstfahrende Fahrsimulatoren, die Beschleunigungen durch Reifenkräfte erzeugen, bieten einen Ausweg aus diesem Dilemma und ermöglichen zudem eine hohe Flexibilität in der Wahl der Arbeitsraumgröße, da auf einer Vielzahl verschiedener Fahrflächen gefahren werden kann.

Durch den Reifen-Fahrbahn-Kontakt entstehen jedoch durch Fahrbahnunebenheiten induzierte Vertikalanregungen des Probanden, die die Immersion im Rahmen der Simulation stören und schlimmstenfalls zu Simulatorkrankheit führen. Um den Flexibilitätsvorteil hinsichtlich der Auswahl möglicher Fahrflächen zu erhalten, ist es das Ziel, den Fahrsimulator auch auf unebenen Untergründen ohne Störung der Immersion verwenden zu können. Zu diesem Zweck werden verschiedene passive und aktive Ansätze zur Anpassung der vertikaldynamischen Übertragungsstrecke des Simulators untersucht. Ein Ansatz ist bspw. die aktive Kompensation von vertikalen Anregungen mithilfe des Hexapods in Kombination mit der Filterung hochfrequenter Anregungen durch ein passives Feder-Dämpfer System.

 
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