Niedriggeschwindigkeitsstabilisierung im Motorradfahrsimulator

Niedriggeschwindigkeitsstabilisierung im Motorradfahrsimulator

In den Entwicklungsprozessen der Automobilindustrie konnte sich die Nutzung von Fahrsimulatoren in den vergangenen Jahren etablieren. Die Vorteile von Simulatoren – gefährdungsfreie Durchführung kritischer Szenarien, Reduktion von Prototypenkosten, u.v.m. – sind für die Motorradindustrie nicht weniger reizvoll.

Beim Motorrad handelt es sich jedoch im Gegensatz zum Automobil um ein instabiles Fahrzeug, das erst durch dynamische Stabilisierungseffekte und durch geeignetes Fahrerverhalten am Umkippen gehindert wird. Die korrekte Modellierung des Fahrzeuges und Erfassung des Fahrerverhaltens besitzen daher eine besondere Relevanz im Motorradsimulator. Hierbei spielen nicht nur die üblichen Eingabegrößen – Gas, Bremse, Kupplung und Lenkung – eine Rolle, sondern auch die Bewegung des Aufsassen. Insbesondere im Niedriggeschwindigkeitsbereich wird die Instabilität des Motorrades, sowie der Einfluss des Fahrers auf die Stabilisierung Maximal.

Die Motorradforschung bei FZD befasst sich folglich mit der Analyse des Stabilisierungsverhaltens von Motorradfahrern anhand von Lenk- und Lehnbewegungen, der realgetreuen Darstellung des Fahrzeugverhaltens auf einer Simulator Plattform sowie dem Entwurf von Eingabeerfassungssystemen, um eine realgetreue („gefühlsechte“) Kopplung des realen Fahrers an das virtuelle Fahrzeug zu erreichen.

 
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