Entwicklung alternativer Testmethoden – Dekompositionsansatz

Entwicklung alternativer Testmethoden – Dekompositionsansatz

Die Methode der funktionalen Dekomposition ist grundsätzlich nicht neu. Sie wird in vielen Bereichen, beispielsweise der Informatik, der Robotik oder der Analyse von Verkehrsunfällen genutzt, um komplexe Funktionen in Teilfunktionen zu zerlegen. Übertragen auf die Anwendung höher automatisiertes Fahren (SAE-Level 3 und höher, HAF) wird zunächst die automatisierte Fahrfunktion in voneinander unabhängige funktionale Ebenen zerlegt. Im nächsten Schritt werden Testfälle, die aus kritischen Szenarien abgeleitet werden, in partikuläre Tests, die jeweils eine oder mehrere funktionale Ebenen abdecken, zerlegt. Dadurch, dass die Parameterräume für die einzelnen Ebenen signifikant kleiner sind als für das Gesamtsystem, kann der nötige Testumfang erheblich reduziert werden.

Zusätzlich ermöglicht dieses Vorgehen einerseits das Zusammenfassen von partikulären Tests, die aus verschiedenen Szenarien abgeleitet werden, auf einzelnen Ebenen, wenn die Testkriterien übereinstimmen oder Teilmengen voneinander sind. Andererseits kann bei Versagen in einem partikulären Test auf die Durchführung der Tests auf den nachfolgenden Ebenen verzichtet werden, bis dieser Test letztlich bestanden wird, während ein Test auf Systemebene im Versagensfall komplett wiederholt werden muss. Hierdurch kann der Testaufwand ebenfalls reduziert werden. Weiterhin kann für jeden partikulären Test entsprechend der Validität ein geeignetes Testwerkzeug, z.B. Simulation, XiL oder Fahrversuch, genutzt werden, was ebenfalls dazu beiträgt, den Umfang nötiger Fahrversuche im Feld oder auf dem Prüfgelände zu reduzieren.

Das Forschungsthema wird im Rahmen des öffentlich geförderten Projekts PEGASUS bearbeitet.

 
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